Im Moment: Villen in Bordighera, 1884

Shownotes

Ein Podcast des Museums Barberini, geschrieben und produziert von studiodrei, redaktionell bearbeitet von Carolin Stranz, Marte Kräher und Valerie Maul (Museum Barberini), ergänzt von Diane Hielscher (Achtsamkeitstrainerin und Journalistin), gesprochen von Benno Fürmann (Schauspieler).

Claude Monets Villen in Bordighera (1884)

Mehr erfahren über Claude Monet und seine Werke in der Sammlung Hasso Plattner

Transkript anzeigen

00:00:04: Wir sind am Mittelmeer, an der italienischen Riviera.

00:00:09: Das Städtchen Bordigera schmiegt sich in die Hügel an der Küste.

00:00:15: Schon im neunzehnten Jahrhundert zog es die schönen und reichen hierher.

00:00:20: Sie bauten imposante Willen umgeben von farbenprächtigen Gärten.

00:00:26: Hier malte impressionistische Künstler Claude Monet, Wir nehmen dich in diesem Podcast mit auf eine Reise.

00:00:46: Für zehn Minuten tauchen wir in ein impressionistisches Gemälde aus der Sammlung des Museums Barbarini ein.

00:00:53: Lassen den Geist schweifen, öffnen die Sinne und schärfen die Wahrnehmung.

00:01:03: Ich bin Benno Führmann und das ist Im Moment eine meditative Reise mit Monet.

00:01:22: Die Künstlerinnen und Künstler des Impressionismus waren Meister darin, den Augenblick einzufangen und Licht, Wetter und Natur mit allen Sinnen spürbar zu machen.

00:01:35: Ganz in ihrem Sinne wollen wir uns in diesem Podcast auf den Moment konzentrieren.

00:01:43: Mach es dir bequem.

00:01:45: Atme tief ein.

00:01:48: Vielleicht schließt du die Augen.

00:01:50: Sei ganz bei dir und stelle alle Töne deines Telefons aus.

00:01:55: Für zehn Minuten keine Anrufe, keine Ablenkungen.

00:02:00: Raus aus deinem Alltag.

00:02:04: Bist du bereit?

00:02:14: Mit Monetes Gemälde blicken wir in den Garten der Villa Garnier.

00:02:19: Charles Garnier, der auch der Architekt der Pariser Oper war, hat sie in den Achtzehnhundertsiebzigerjahren gebaut.

00:02:27: Die Villa selbst ist nicht zu sehen.

00:02:30: Monet konzentriert sich in diesem Gemälde auf ihren opulenten Garten.

00:02:36: Nur am linken Bildrand deutet er den mehrstöckigen Tom der Wille an, ein sartem Pastellton.

00:02:44: In die Bildmitte malt er eine stolze Palme.

00:02:48: Sie ist hochgewachsen und überrag die Sträucher und Bäume umseherum.

00:02:55: In der Ferne im Hintergrund ist die idyllische Altstadt, wo die Geras zu sehen.

00:03:01: Den Vordergrund dominiert der üppige Garten.

00:03:08: Erneben und übereinander von Pflanzen, Oleander, Zitrus und Orangenbäume, Boganvilea eukalyptus.

00:03:21: Atmet tief ein.

00:03:23: Kannst du den Duft der Blüten und Pflanzen riechen?

00:03:28: Del dir auch das Licht der Sonne an diesem mediterranen Sommertag vor.

00:03:33: Spürst du ihre wärmenden Strahlen auf deiner Haut?

00:03:39: Die Pracht des Gartens, den die Mittelmeer Sonne zum Strahlen bringt, hält Monet in kräftigen, leuchtenden Farben fest.

00:03:47: Er trägt dick auf, Blüten und Blätter skizziert er mit Strichen und Tupfen.

00:03:55: Dieser üppige weißblühende Busch, vielleicht Yasmin.

00:04:01: Und die roten Striche dahinter, Oleander, sind die pinken und blauen Tupfen.

00:04:06: vielleicht Hortensien und diese Violettenblüten.

00:04:10: Ranken sich da Bugern wie Leer und die Knallgelben blüten.

00:04:16: Auch das Grün der Bäume und Büsche malt Monet in allen Schottierungen.

00:04:21: Kiefern Grün, Laubgrün, Türkis, Mint, Pistazier.

00:04:29: Folge der Einladung Monet in die Welt der Farben.

00:04:36: Grün, das beruhigend wirkt.

00:04:38: Türkis, das die Kreativität fördert.

00:04:42: Gelb.

00:04:43: dass die Stimmung auffällt und Orange das Wärme spendet.

00:04:48: Nimm dir was du gerade brauchst und tauche in diese Farben ein.

00:05:39: Er ist begeistert von den Farben und verzweifelt fast an seinem Anspruch, ihre Intensität auf die Leinwand zu bringen.

00:05:48: In einem Brief von seiner Frau schreibt er, man bräuchte eine Farberlette von Diamanten und Juwelen.

00:06:06: Stell dir vor, du bist in diesem Garten.

00:06:09: Umgeben von all den Blüten und all dem Licht der Sommersonne.

00:06:15: Spüre ihre Wärme auf deine Haut.

00:06:19: Atme noch einmal tief ein.

00:06:50: Die Pflanzen und Blütenpracht des Gartens nennen den Vordergrund des Gemäldes vollständig ein.

00:06:57: Dahinter sehen wir einen Teil der Altstadt des idyllischen Küstenorts mit dem Glockentom der Kirche Santa Maria Maddalena.

00:07:06: Das Sonnenlicht taucht die Häuserversaden in einen zarten Terracotta-Ton.

00:07:12: Darüber sehen wir den Himmel.

00:07:15: Azurblau mit Schleierwolken spannt er sich über den gesamten Bildhintergrund.

00:07:32: Was uns Monet nicht zeigt, ist das Mittelmeer.

00:07:37: Die üppige Flora des Gartens versperrt uns die Sicht.

00:07:41: Wir können uns nur vorstellen, wie es strahlend blau unterhalb von Bodigera liegt und sanft gegen die Felsen wog.

00:07:51: Bleiben wir noch einen Augenblick in diesem Garten am Mittelmeer und genießen die Stimmung des Sommertages.

00:08:20: Kommt dann langsam wieder zurück in deinen Raum, öffne die Augen, bewege deine Finger und Zehen, dehne dich einmal kurz.

00:08:42: Möchtest du das Bild Willen und Bodigerer von Claude Moni im Original erleben?

00:08:47: In der Sammlung Hasso Platna im Museum Barberini findest du dieses und viele weitere impressionistische Meisterwerke.

00:08:55: Wir laden dich ein, vorbeizukommen, zu betrachten und innen zu halten.

00:09:02: In den Shownotes haben wir die mehr Informationen zu Claude Moniz Leben verlinkt.

00:09:07: Abonniere diesen Podcast, wenn du auch mit anderen Meisterwerken Moniz einen Moment der Achtsamkeit finden möchtest.

00:09:20: Im Moment eine meditative Reise mit Monet.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.